{"id":7254,"date":"2024-01-28T00:07:59","date_gmt":"2024-01-27T23:07:59","guid":{"rendered":"http:\/\/test.revolinks.de\/?p=7254"},"modified":"2024-05-05T13:26:57","modified_gmt":"2024-05-05T11:26:57","slug":"afd-will-millionen-deportieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/2024\/01\/28\/afd-will-millionen-deportieren\/","title":{"rendered":"AfD will Millionen deportieren"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"western\"><b>KEIN REDERECHT F\u00dcR DIE NAZI-HENKER VON MORGEN!<\/b><\/h2>\n<p class=\"western\"><strong><i>Die Enth\u00fcllungen des Recherche-Netzwerks \u201eCorrectiv\u201c \u00fcber ein geheimes Treffen in Potsdam, auf dem unter anderem \u00fcber die Deportation von deutschen Staatsb\u00fcrgern mit migrantischen Wurzeln gesprochen worden ist, hat eine antifaschistische Massenbewegung von gigantischem Ausma\u00df losgetreten. Millionen gehen seit Mitte Januar in Deutschland auf die Stra\u00dfen. Der Protest richtet sich speziell gegen die AfD \u2013 zu Recht, meint Karl Naujoks.<\/i><\/strong><\/p>\n<p class=\"western\">Das von Correctiv enth\u00fcllte Treffen vom November 2023 war nicht das erste seiner Art. Initiiert von Gernot M\u00f6rig hat dort Martin Sellner, Mitglied der \u201eIdentit\u00e4ren Bewegung\u201c in \u00d6sterreich, einen \u201eMasterplan\u201c f\u00fcr die Vertreibung von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland vorgelegt. Daneben sollen alle Migrantinnen und Migranten ohne deutschen Pass, so wie ihre \u201edeutschen Unterst\u00fctzer\u201c ausgewiesen werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Dar\u00fcber diskutierten mit Sellner auf dem Potsdamer Treffen laut Correctiv Unternehmer, Mitglieder aus CDU, Werte-Union und vor allem der AfD. Mit dabei: Der pers\u00f6nliche Referent von Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag.<\/p>\n<p class=\"western\">Dass die Enth\u00fcllungen und die davon ausgel\u00f6ste Massenbewegung die AfD unter Druck setzen, zeigen die Reaktionen von Weidel und dem Parteivorsitzenden Tino Chrupalla. Chrupalla erkl\u00e4rt auf einer Pressekonferenz pampig, Privatangelegenheiten gingen die Journalisten \u201eeinen feuchten Kehrricht\u201c an. Weidel entlie\u00df flugs ihren Referenten.<\/p>\n<p class=\"western\">Ihr Problem: Die AfD kann heute Millionen von W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern ansprechen, die eine vage Wut auf die Bundesregierung haben, ohne deshalb mit den eigentlichen Zielsetzungen der AfD \u00fcbereinzustimmen. Um diese Stimmen nicht zu verlieren, versuchen die Parteispitzen, sich in der \u00d6ffentlichkeit als harmlose, rechtskonservative Partei darzustellen.<\/p>\n<p class=\"western\">Viele Medien fallen darauf herein. Chrupalla und andere werden immer wieder zu Fernsehtalkrunden eingeladen oder in den Nachrichten interviewt. Ihnen wird so eine Plattform gegeben, als habe ihre Meinung einen Wert neben anderen auf dem \u201eMarkt der Meinungen\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\">Tats\u00e4chlich diskutieren sie nicht nur mit Sellner und anderen \u201eIdentit\u00e4ren\u201c \u00fcber Massendeportationen \u2013 sie teilen dessen Vorstellungen. In einem Buch beziffert Maximilian Krah, Spitzenkandidat der AfD zu den kommenden Europawahlen, die aus Deutschland auszuweisenden Personen auf 15 Millionen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist mehr als nur eine Frage der Zahl. Millionen Menschen zu vertreiben, w\u00fcrde den Einsatz von massiver Gewalt auf b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichem Niveau erfordern. Massendeportationen erfordern vorausgehende Massenverhaftungen. Sie w\u00fcrden nur durch die Mittel eines Terrorstaates durchzusetzen sein. Mit anderen Worten: Die Spitzen der AfD verfolgen das Ziel der Errichtung einer Diktatur, die keinen Raum f\u00fcr Meinungs- und Versammlungsfreiheit l\u00e4sst. Die AfD ist eine faschistische Partei.<\/p>\n<p class=\"western\"><b>Personelle Verzahnungen<\/b><\/p>\n<p class=\"western\">Daf\u00fcr sprechen auch die personellen Verzahnungen. Der Veranstalter des enth\u00fcllten Potsdamer Treffens, Gernot M\u00f6rig, ist seit Jahrzehnten in der Nazi-Szene unterwegs. Bereits in den 1970er Jahren war er sogenannter Bundesf\u00fchrer des \u201eBundes Heimattreue Jugend\u201c, der sp\u00e4ter zur \u201eHeimattreuen Deutschen Jugend\u201c (HDJ) wurde. Die HDJ k\u00f6derte junge Menschen \u00fcber vorgeblich unpolitische Freizeitangebote wie Zeltlager, wo sie mittels Fahnenappellen, Wehrsport\u00fcbungen, Fackelm\u00e4rschen und schlie\u00dflich paramilit\u00e4rische Schulungen die Bildung einer militanten Organisation im Stile der SA der Nazis vorbereitete.<\/p>\n<p class=\"western\">Um die HDJ bildete sich ein Teil Unterst\u00fctzerstruktur f\u00fcr das Trios, das als \u201eNationalsozialistischer Untergrund\u201c (NSU) zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen kaltbl\u00fctig ermordete, vorrangig t\u00fcrkischer Herkunft. Andreas Kalbitz, enger Vertrauter Bj\u00f6rn H\u00f6ckes und bis 2020 Landesvorsitzender der AfD Brandenburg sowie Mitglied des AfD-Bundesvorstandes, war ebenfalls Mitglied der HDJ.<\/p>\n<p class=\"western\">Es handelte sich bei dem Treffen im letzten November auch keineswegs um eine einmalige Angelegenheit. Laut interner Unterlagen, die das Hackerkollektiv \u201eAnonymous\u201c nun \u00f6ffentlich gemacht hat, lud M\u00f6rig bereits im Oktober 2021 zu einem gleichartigen Treffen unter dem Namen \u201e5. D\u00fcsseldorfer Forum\u201c ein. In der damaligen Gespr\u00e4chsrunde anwesend: Tino Chrupalla, heute Bundesvorsitzender der AfD. Chrupalla hat diese Meldung nicht dementiert.<\/p>\n<p class=\"western\">Bj\u00f6rn H\u00f6cke, der eigentliche F\u00fchrer der heutigen AfD, war selbst an den j\u00e4hrlichen Naziaufm\u00e4rschen vor gut zehn Jahren in Dresden beteiligt, die erst durch eine massive Gegenbewegung (\u201eDresden nazifrei\u201c) gestoppt werden konnten.<\/p>\n<p class=\"western\"><b>Veranstaltungen blockieren<\/b><\/p>\n<p class=\"western\">Wenn die AfD an die Macht kommt, droht Massenterror. Sie werden versuchen, ihre faschistischen Ziele mit faschistischen Methoden durchzusetzen. Sie sind die Nazihenker von morgen. Deshalb darf der AfD nur so wenig Raum wie m\u00f6glich gegeben werden. Mit jedem offenen Auftritt kann sie weitere W\u00e4hlerstimmen und neue Mitglieder f\u00fcr die Errichtung des k\u00fcnftigen Terrorstaates gewinnen. Das muss verhindert werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Die neue antifaschistische Massenbewegung ist ein erster Schritt auf diesem Weg. Sie wird dann Erfolg haben, wenn sie ihre St\u00e4rke nutzt und direkt gegen alle Versuche der AfD richtet, \u00f6ffentlich aufzutreten.<\/p>\n<p class=\"western\">Einen ersten Erfolg hat sie bereits erzielt: Ende Juni plant die AfD ihren Parteitag in der Grugahalle in Essen. Doch die Messe Essen als Veranstalterin will da nicht mehr mitspielen. Nach den ersten Kundgebungen der neuen antifaschistischen Massenbewegung im Ruhrgebiet Mitte Januar versuchte die Messe Essen laut Medienberichten mit \u201eallen rechtlichen Mittel\u201c von dem Vertrag mit der Partei zur\u00fcckzutreten. In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Januar habe \u201edie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung die Rahmenbedingungen abgesteckt, wie man operativ und rechtlich dagegen vorgehen k\u00f6nnte\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir d\u00fcrfen uns nicht darauf verlassen. Egal wo die AfD tagen wird: die neue antifaschistische Massenbewegung sollte alle Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, um im Juni den Bundesparteitag der AfD zu st\u00f6ren und am besten ganz zu verhindern. Egal, wo er stattfinden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KEIN REDERECHT F\u00dcR DIE NAZI-HENKER VON MORGEN! Die Enth\u00fcllungen des Recherche-Netzwerks \u201eCorrectiv\u201c \u00fcber ein geheimes Treffen in Potsdam, auf dem unter anderem \u00fcber die Deportation von deutschen Staatsb\u00fcrgern mit migrantischen Wurzeln gesprochen worden ist, hat eine antifaschistische Massenbewegung von gigantischem Ausma\u00df losgetreten. Millionen gehen seit Mitte Januar in Deutschland auf die Stra\u00dfen. 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