{"id":7690,"date":"2024-07-01T15:30:30","date_gmt":"2024-07-01T13:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/revolinks.de\/?p=7690"},"modified":"2024-07-02T15:33:31","modified_gmt":"2024-07-02T13:33:31","slug":"essen-massenproteste-gegen-den-afd-parteitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/2024\/07\/01\/essen-massenproteste-gegen-den-afd-parteitag\/","title":{"rendered":"Essen: Massenproteste gegen den AfD-Parteitag"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Zeichen der St\u00e4rke und Einheit des Widerstandes gegen Rechts<\/strong><\/h2>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong><em>Bunt, laut, k\u00e4mpferisch und entschlossen: Rund 70.000 Menschen protestierten am letzten Juni-Wochenende in Essen gegen den Parteitag der faschistischen AfD. Frank Dunne, der mit vielen anderen vor Ort dabei war, berichtet.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Enth\u00fcllungen der Deportationspl\u00e4ne der AfD zu Beginn des Jahres hat vielen Menschen aufger\u00fcttelt. Eine antifaschistische Massenbewegung hat Millionen in vielen St\u00e4dten Deutschlands gegen die Gefahr von rechts auf die Beine gebracht.<\/p>\n<p>Nun wurde die Kraft dieser Bewegung das erste Mal direkt gegen den AfD-Bundesparteitag gerichtet \u2013 ein entscheidender Fortschritt. Mehr als 7.000 Menschen haben am 29. Juni sogar versucht, die Zug\u00e4nge zur Essener Grugahalle zu blockieren, wo der AfD-Parteitag stattfand.<\/p>\n<p><strong>Diese Aktionen der B\u00fcndnisse \u201eWidersetzen\u201c und \u201eGemeinsam Laut\u201c waren ein gro\u00dfer Erfolg. Aus der ganzen Republik reisten Aktive aus den verschiedensten Zusammenh\u00e4ngen an, um den Faschos klar zu machen: Ihr seid nicht willkommen!<\/strong><\/p>\n<p>Der Protest war laut, kreativ und vielf\u00e4ltig: Am Vorabend des Parteitags gab es eine gro\u00dfe Rave-Demo. Am Tag selbst waren wir schon fr\u00fch um 6 Uhr mit tausenden Menschen unterwegs, um uns an Blockaden, Kundgebungen und der sp\u00e4teren Massendemonstration zu beteiligen. Medienberichten zufolge war es die gr\u00f6\u00dfte Demonstration, die es in Essen je gegeben hat \u2013 und nie zuvor beteiligten sich so viele Aktive an Versuchen, einen AfD-Parteitag zu blockieren. Ohne die Mobilisierungswelle seit Beginn des Jahres w\u00e4re dies nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p><strong>Faschisten m\u00fcssen Blockaden umfahren und \u00fcber Z\u00e4une klettern<\/strong><\/p>\n<p>Die Blockaden haben erreicht, dass der Parteitag nicht p\u00fcnktlich und nicht mit allen Delegierten starten konnte. Diese machten teils eine sehr ungl\u00fcckliche Figur, als sie m\u00fchselig \u00fcber Z\u00e4une und Barrieren klettern mussten, um \u00fcberhaupt an den Tagungsort zu gelangen.<\/p>\n<p><strong>Die Nerven bei den AfDlern lagen blank. Besonders abgedreht: Ein durchgeknallter Delegierter biss einen Protestierenden ins Bein. <\/strong><\/p>\n<p>Dass Polizisten dabei die Faschisten sch\u00fctzten, durch die protestierenden Mengen eskortierten, freundlich ihre Taschen hielten, ist wenig \u00fcberraschend: Der deutsche Staat lie\u00df am Wochenende mit einer massiven Polizeipr\u00e4senz samt Pfefferspray- und Kn\u00fcppeleins\u00e4tzen gegen friedlich Demonstrierende wenig Zweifel daran, dass sie den Faschisten den Parteitag auf jeden Fall erm\u00f6glichen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Dran bleiben: Faschisten weiter konfrontieren<\/strong><\/p>\n<p>Die anhaltende Protestwelle gegen die AfD und die Erfolge der Bewegung in Essen d\u00fcrfen nur der Anfang sein. Die antifaschistische Bewegung muss weiter aktiv bleiben und die Faschisten beispielweise an ihren Wahlst\u00e4nden konfrontieren, wenn m\u00f6glich. Schlie\u00dflich stehen im September Landtagswahlen in drei ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern an.<\/p>\n<p>Die AfD hat sich \u00fcber die letzten Jahre zu einer faschistischen Partei entwickelt. Sie baut sich als solche nicht nur \u00fcber die Parlamente auf. Mindestens genauso wichtig ist f\u00fcr sie der Aufbau auf den Stra\u00dfen und durch \u00f6ffentliche Auftritte. Besonders im Osten gibt es Orte, in denen die AfD-Dominanz rechte Schl\u00e4ger ermutigt, alle diejenigen anzugreifen, die ihnen nicht gefallen: Migranten, Linke oder queere Menschen.<\/p>\n<p><strong>Alle zusammen gegen den Faschismus<\/strong><\/p>\n<p>Die Massendemonstration in Essen und die Blockaden waren ein wichtiger Schritt, da sie ein Zeichen der St\u00e4rke des Widerstandes und der Einheit im Kampf gegen rechts gesetzt hat. Doch wir d\u00fcrfen dabei nicht stehen bleiben. Denn die Politik der Ampelregierung wird weiter die Perspektivlosigkeit und Angst vor Sozialabstieg sch\u00fcren, die den N\u00e4hrboden f\u00fcr die AfD schafft. In der aktuellen hysterischen Debatte mit dem Ziel, Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan zu forcieren, sch\u00fcren CDU\/CSU und Ampelparteien den Rassismus und ebnen den Rechten damit den Weg.<\/p>\n<p>Um die Faschisten wirklich auszubremsen, m\u00fcssen wir wie in Essen zusammen in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen B\u00fcndnissen gegen sie agieren und sie konfrontieren \u2013 das sollte auch die kampferprobte Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4tsbewegung miteinschlie\u00dfen, gegen die sich die rassistische Hetze mit besonderer Wucht richtet und die sich w\u00e4hrend der letzten Monate ihr Recht, ihren Protest gegen den Genozid in Gaza auf deutsche Stra\u00dfen zu tragen, m\u00fchsam zur\u00fcckerobert hat.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen die Faschisten weiter gemeinsam durch breite Massenbewegungen \u00f6ffentlich konfrontieren. Nun gilt es, die St\u00e4rke der bundesweiten Mobilisierung in lokale Mobilisierungen gegen die Wahlk\u00e4mpfe der AfD in Th\u00fcringen, Sachsen und Brandenburg zu \u00fcbersetzen. Antifaschistinnen und Antifaschisten: Gesicht zeigen, mit Mut in die Offensive!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeichen der St\u00e4rke und Einheit des Widerstandes gegen Rechts \u00a0Bunt, laut, k\u00e4mpferisch und entschlossen: Rund 70.000 Menschen protestierten am letzten Juni-Wochenende in Essen gegen den Parteitag der faschistischen AfD. Frank Dunne, der mit vielen anderen vor Ort dabei war, berichtet. Die Enth\u00fcllungen der Deportationspl\u00e4ne der AfD zu Beginn des Jahres hat vielen Menschen aufger\u00fcttelt. 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