{"id":8098,"date":"2024-12-14T20:00:39","date_gmt":"2024-12-14T19:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/revolinks.de\/?p=8098"},"modified":"2024-12-15T20:35:57","modified_gmt":"2024-12-15T19:35:57","slug":"nazi-aufmarsch-in-friedrichshain-verhindert-auf-in-die-naechste-etappe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/2024\/12\/14\/nazi-aufmarsch-in-friedrichshain-verhindert-auf-in-die-naechste-etappe\/","title":{"rendered":"Nazi-Aufmarsch in Friedrichshain verhindert \u2013 auf in die n\u00e4chste Etappe!"},"content":{"rendered":"<p>Die Nazis haben die Kraftprobe gesucht \u2013 und sie haben sie verloren. Sie hatten einen Marsch durch Friedrichshain geplant \u2013 zur Einsch\u00fcchterung des links und migrantisch gepr\u00e4gten Kiezez. Schon als sich Gegenproteste ank\u00fcndigten, wurde es der Berliner Innensenatorin Spranger (SPD) zu hei\u00df; sie verlegte die Route des Nazi-Aufmarsches, so dass die Faschisten nur einen kleinen Zipfel von Friedrichshain durchquert h\u00e4tten, um dann nach Lichtenberg abgelenkt zu werden.<\/p>\n<p>Ihren geplanten Aufmarsch hatten die Neonazis unter dem Motto \u00bbF\u00fcr Recht und Ordnung: Gegen jeden Linksextremismus\u00ab bei der Polizei angemeldet. Wie sie sich \u203aRecht und Ordnung\u2039 vorstellen, machten vier ihrer Kameraden, die aus Brandenburg anreisten, noch vor ihrem Aufmarsch deutlich: Am S-Bahnhof Lichterfelde-Ost bep\u00f6belten sie einen Mann und eine Frau an einem SPD-Wahlkampf-Stand; den Mann traktierten sie mit Tritten in Bauch und Gesicht, nachdem sie ihn zu Boden geworfen hatten \u2013 er musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.<\/p>\n<p>Dass zwei ihrer Parteifreunde von Nazis angegriffen worden waren, schien die Berliner Innensenatorin nicht weiter zu beeindrucken. Sie zeigte sich fest entschlossen, den faschistischen Aufmarsch mit 1000 Polizistinnen und Polizisten, die teils aus anderen Bundesl\u00e4ndern angefordert worden waren, mit brachialer Gewalt durchsetzen zu wollen. Dabei fanden sich von den prahlerisch angek\u00fcndigten 500 Teilnehmern gerade einmal 60 Nazis zusammen, die sich mit \u00fcber 3000 Gegendemonstrantinnen und -demonstranten konfrontiert sahen.<\/p>\n<p>Massenhaft umzingelt von Antifaschistinnen und Antifaschisten konnte der Aufmarsch der Nazis erst mit zweist\u00fcndiger Versp\u00e4tung von der Polizei mit Schmerzgriffen, Kn\u00fcppeln und Pfefferspray durchgesetzt werden. Eine skurille Situation: Pal\u00e4stinasolidarische Demonstrationen sind in Berlin derzeit unter dem Vorwand des \u203aAntisemitismus\u2039 verboten \u2013 die Aufm\u00e4rsche wirklicher Antisemiten werden von der Staatsgewalt durchgesetzt.<\/p>\n<p>In unserem Fall allerdings nur, um immer wieder von Protestierenden blockiert zu werden. An zahlreichen Fenstern hingen antifaschistische Transparente und Anwohnerinnen und Anwohner riefen \u00bbNazis raus!\u00ab von ihren Balkonen. Noch gaben sich die Faschisten aggressiv, beschimpften die Anwohner und drohten ihnen. Sie zeigten immer wieder das als Hass-Symbol eingestufte \u203aWhite-Power\u2039-Zeichen \u2013 alles kein Anlass f\u00fcr den polizeilichen Einsatzleiter, den Nazi-Aufmarsch aufzul\u00f6sen. Schlie\u00dflich waren es die Faschisten, die m\u00fcrbe wurden, und der Anmelder des Nazi-Aufmarsches erkl\u00e4rte ihre Demonstration f\u00fcr beendet. Unter Polizeischutz wurden er und seine Kameraden in die n\u00e4chste U-Bahn verfrachtet und nachhause gebracht.<\/p>\n<p>Auch die Revolution\u00e4re Linke war Teil der Proteste gegen den Nazi-Aufmarsch. Wir m\u00f6chten uns bei den Tausenden anderen Antifaschistinnen und Antifaschisten bedanken, die ebenfalls vor Ort waren, um sich den Nazis entgegenzustellen. Unsere Gedanken sind bei den Protestierenden, die von der Polizei misshandelt oder festgenommen worden sind.<\/p>\n<p>Trotz allem war es wichtig, sich den Nazis in den Weg zu stellen. Sie bauen sich \u00fcber ihre Aufm\u00e4rsche auf, auf denen sie sich als \u203aHerr \u00fcber die Stra\u00dfe\u2039 zeigen wollen. Dass wir ihnen einen gr\u00fcndlichen Strich durch ihre Kraftmeierei gemacht haben, wirft sie wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Aber geschlagen sind sie noch nicht. In den Randbezirken Berlins hat sich eine kleine, aber bedrohliche Nazi-Szene zusammengebraut, die ihre Nachbarschaft einsch\u00fcchtert und drangsaliert. Und diese Szene wird immer wieder versuchen, in die inneren Stadtteile vorzudringen. In den Monaten vor dem geplatzten Aufmarsch haben die Nazis bereits Kampftrainings in \u00f6ffentlichen Parks veranstaltet und bewaffnete \u00dcberf\u00e4lle auf Antifaschistinnen und Antifaschisten in Friedrichshain begangen.<\/p>\n<p>Diesen Sumpf k\u00f6nnen wir nur trockenlegen, wenn wir ihm den N\u00e4hrstoff entziehen. Um wachsen zu k\u00f6nnen, brauchen die Faschisten den sozialen Kahlschlag, den der neoliberale Einheitsbrei aus SPD, Gr\u00fcnen, FDP und CDU\/CSU vollstreckt. Sie brauchen den Rassismus, mit dem die b\u00fcrgerlichen Parteien von ihrem Versagen ablenken. Und sie brauchen die Hoffnung, einmal das Sagen in der Republik zu haben \u2013 und die gibt ihnen die AfD, von der auch Mitglieder unter den Organisatoren des gescheiterten Aufmarschs durch Friedrichshain gewesen sind.<\/p>\n<p><strong>Vom 10. \u2013 12. Januar will die AfD ihren Parteitag vor den Bundestagswahlen im s\u00e4chsischen Riesa abhalten. Wir <a href=\"https:\/\/widersetzen.com\/\">widersetzen<\/a> uns und werden daf\u00fcr sorgen, dass die Nazis nicht st\u00f6rungsfrei tagen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nazis haben die Kraftprobe gesucht \u2013 und sie haben sie verloren. Sie hatten einen Marsch durch Friedrichshain geplant \u2013 zur Einsch\u00fcchterung des links und migrantisch gepr\u00e4gten Kiezez. Schon als sich Gegenproteste ank\u00fcndigten, wurde es der Berliner Innensenatorin Spranger (SPD) zu hei\u00df; sie verlegte die Route des Nazi-Aufmarsches, so dass die Faschisten nur einen kleinen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":8099,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,72,10,12,13,14,15],"tags":[],"class_list":["post-8098","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-faschismus-antifaschismus","category-technology","category-travel","category-uncategorized","category-uncategorized-en","category-world"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8098"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8098\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8105,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8098\/revisions\/8105"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}