{"id":8266,"date":"2025-03-10T11:52:48","date_gmt":"2025-03-10T10:52:48","guid":{"rendered":"https:\/\/revolinks.de\/?p=8266"},"modified":"2025-03-11T20:07:55","modified_gmt":"2025-03-11T19:07:55","slug":"massaker-in-syrien-warum-werden-die-alawiten-verfolgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/2025\/03\/10\/massaker-in-syrien-warum-werden-die-alawiten-verfolgt\/","title":{"rendered":"Massaker in Syrien: Warum werden die Alawiten verfolgt?"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Aus Syrien erreichen uns beunruhigende Nachrichten. Drei Monate nach dem Sturz der Assad-Diktatur sind im Nordwesten des Landes bei bewaffneten Auseinandersetzungen fast 1000 Zivilistinnen und Zivilisten ermordet worden. Es verdichten sich die Berichte \u00fcber Gr\u00e4ueltaten gegen Alawiten. Was steckt dahinter?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Von Jan-Christoph Pfeiffer<\/strong><\/p>\n<p>Um die aktuellen Entwicklungen in Syrien zu verstehen, m\u00fcssen wir den Kontext beleuchten. Im Dezember st\u00fcrzte das Regime Baschar al-Assads in Folge einer Gro\u00dfoffensive verschiedener islamistischer Milizen der syrischen Opposition. In wenigen Tagen st\u00fcrzte die Diktatur der Familie al-Assad, die seit den 70er Jahren das Land mit brutaler Gewalt beherrschte.<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4fte der Zentralregierung in Damaskus wurde nach der Flucht al-Assads und seiner Familie von der Miliz <em>Hai\u02beat Tahrir asch-Scham<\/em> (\u201eKomitee zur Befreiung der Levante\u201d) \u00fcbernommen. Viele ehemalige Regimeanh\u00e4nger flohen entweder au\u00dfer Landes oder in den Nordwesten Syriens.<\/p>\n<p><strong>Alawiten: Teil der Revolution<\/strong><\/p>\n<p>Die Region um die Hafenstadt Latakia ist Heimat der alawitischen Minderheit, der auch der ehemalige Machthaber al-Assad sowie sein Vater angeh\u00f6rte. Die Familie al-Assad versuchte seit \u00dcbernahme der Macht in Syrien Ende der 70er Jahre, die Minderheit an das Regime zu binden. Sie rekrutierte F\u00fchrungspersonen in Milit\u00e4r und Politik aus ihr nahestehenden Alawiten, verlagerte wichtige Wirtschaftsprojekte in Teile der Region und nutzte alawitische Wohngegenden als Ausgangspunkt f\u00fcr Milit\u00e4raktionen seit Beginn der syrischen Revolution.<\/p>\n<p>Diesen Bem\u00fchungen zum Trotz regte sich auch in mehrheitlich alawitischen Gegenden im Zuge der Revolution Widerstand gegen das Regime Baschar al-Assads. Alawitinnen und Alawiten waren ebenso wie alle anderen Minderheiten Syriens Teil der syrischen Opposition gegen das alte Regime.<\/p>\n<p><strong>Re-Run eines alten, brutalen Programms<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem am Mittwoch vergangener Woche angeblich bis zu 4000 Loyalisten des abgesetzten Regime Baschar al-Assads \u00fcberall im Nordwesten Syriens Checkpoints der \u00dcbergangsregierung angriffen und dabei syrischen Menschenrechtsorganisationen zufolge 172 Soldaten und \u00fcber 200 Zivilisten t\u00f6teten, baten die angegriffenen Milizen der \u00dcbergangsregierung um Verst\u00e4rkung in der Region.<\/p>\n<p>Diesem Ruf folgten Bewaffnete aus allen Teilen des Landes. Daraus wurde eine Racheaktion, die sich \u00fcber das ganze Wochenende erstreckte und der etwa 400 Menschen darunter bewaffnete Assad-Loyalisten wie Zivilisten zum Opfer fielen.<\/p>\n<p>Es ist ein Muster, das aus der Revolution in den Jahren 2011 bis 2013 und dem folgenden B\u00fcrgerkrieg bereits erprobt worden ist. Damals hat das Regime Assads aus alawitischen Stadteilen heraus ihre Gegner beschossen, um Hass auf alle Alawiten zu sch\u00fcren und konfessionalistische Gegenreaktionen zu provozieren.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Bluttaten gegen die Alawiten als solche, was diese wiederum an das Assad-Regime als vermeintlichen Besch\u00fctzer schwei\u00dfen sollte.<\/p>\n<p><strong>Neue Revolution<\/strong><\/p>\n<p>Dass dieses Monster der rassistischen Gewalt sich nun erneut gegen eine religi\u00f6se Minderheit richtete, zeigt die Grenzen des politischen Umbruchprozesses. 2011, zur Hochzeit der Revolution war der Schlachtruf von Millionen: \u201eDas syrische Volk ist einig!\u201c Gemeint war, dass man sich nicht auf Grundlage der ethnischen oder religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeit ausspielen lassen w\u00fcrde. Der Sieg al-Assads im B\u00fcrgerkrieg und das Erstarken dschihadistischer Milizen hat dieses Gef\u00fchl untergraben.<\/p>\n<p>Der rasche Sturz der Assad-Diktatur hat vor drei Monaten Euphorie entfacht. Aber da der Prozess im Kern milit\u00e4risch getrieben war, sind die alten Geister des Konfessionalismus jederzeit reaktivierbar. Was es braucht, ist einen tiefgreifenden revolution\u00e4rer Prozess, der aus der Euphorie einen bewussten Prozess der Umgestaltung der sozialen Beziehungen von unten macht.<\/p>\n<p><strong>Reaktion der Regierung<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmad al-Schar\u2019a verspricht Aufkl\u00e4rung der Massaker und eine Bestrafung derer, die am T\u00f6ten unschuldiger Zivilisten beteiligt waren.<\/p>\n<p>Druck auf die neue Regierung dem T\u00f6ten entlang konfessionalistischer Linien ein Ende zu setzen formierte sich bereits am Wochenende. So kam es zu mehreren spontanen Demonstrationen, unter anderem in der Hauptstadt Damaskus. Am Ende dieses Artikels dokumentieren wir die Stellungnahme der <em>Revolution\u00e4ren Linken<\/em> in Syrien vom 7. M\u00e4rz, die ebenfalls an den Mobilisierungen gegen die Massaker teilgenommen haben.<\/p>\n<p><strong>Kurdistan<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Situation im Nordwesten Syriens weiter angespannt bleibt, hat sich im Osten des Landes eine v\u00f6llig neue Situation ergeben. Am 10. M\u00e4rz unterschrieben \u00dcbergangspr\u00e4sident al-Schar\u2019a und Mazlum Abd\u00ee, Oberkommandeur der kurdisch-dominierten sogenannten \u201cDemokratischen Kr\u00e4fte Syriens\u201d (SDF), ein Abkommen mit weitreichenden Konsequenzen.<\/p>\n<p><strong>Das Abkommen beinhaltet ersten Medienberichten folgendes:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die sogenannten \u201cSyrischen Demokratischen Kr\u00e4fte\u201d integrieren sich in die nationale syrische Armee unter der \u00dcbergangsregierung.<\/li>\n<li>Die kurdische Minderheit wird offiziell als integraler Bestandteil des Syriens anerkannt.<\/li>\n<li>Kurden erhalten ausnahmslos die syrische Staatsangeh\u00f6rigkeit und vollumf\u00e4ngliche Staatsb\u00fcrgerrechte.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Noch unklar ist, ob die verfassungsm\u00e4\u00dfige Anerkennung der Kurden mit einer gewissen territorialen Autonomie kommt oder nicht.<\/p>\n<p>Klar ist, dass die Zentralregierung des neuen Regimes in Damaskus mit diesem Abkommen drei Monate nach dem Sturz des Diktators al-Assad zum ersten Mal Aussicht auf Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber den Norden und Nordosten Syriens hat. Immerhin etwa ein Drittel des Landes und einer der ressourcenreichsten Landesteile.<\/p>\n<p>Der Ressourcenreichtum der Region ist ein entscheidender Punkt, denn geplant sind neben der Integration der milit\u00e4rischen Teile der SDF auch alle zivilen Institutionen in die Administration unter \u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmad al-Schar\u2019a zu \u00fcberf\u00fchren. Insbesondere w\u00fcrde dieser Schritt Flugh\u00e4fen und Grenz\u00fcberg\u00e4nge, aber auch \u00d6l- und Gasfelder sowie F\u00f6rderungsanlagen betreffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Implementierung des Abkommens setzen die Exekutivr\u00e4te der Verwaltung der SDK die zeitliche Zielmarke von etwa neun Monaten, also bis Ende dieses Jahres.<\/p>\n<p>Das Abkommen ist f\u00fcr die \u00dcbergangsregierung von immenser Bedeutung f\u00fcr ihre Bem\u00fchungen, ihre Macht in ganz Syrien zu konsolidieren und sich wirtschaftlich Luft zum Atmen zu verschaffen.<\/p>\n<p><strong>Durchbruch f\u00fcr kurdische Minderheit<\/strong><\/p>\n<p>Aber es ist auch f\u00fcr die kurdische Minderheit in Syrien bedeutsam: nach einem halben Jahrhundert Diktatur zeichnet sich f\u00fcr syrische Kurdinnen und Kurden zum ersten Mal die Aussicht auf die offizielle Anerkennung als Teil des syrischen Volkes und volle Staatsb\u00fcrgerschaft ab. Unter den Assads war beides gro\u00dfen Teilen der kurdischen Bev\u00f6lkerung verwehrt geblieben. Die kurdische Sprache war phasenweise verboten und Kurdinnen und Kurden wurden syrische P\u00e4sse verweigert. Die rechtliche Gleichstellung war eine der zentralen Forderungen kurdischer Aktivistinnen und Aktivisten w\u00e4hrend der syrischen Revolution 2011. Mit dem neuen Abkommen scheint sie zum Greifen nah.<\/p>\n<p>Bereits seit der Macht\u00fcbernahme durch HTS hat die \u00dcbergangsregierung mit den SDF verhandelt. Dass es jetzt zu einem solch weitreichenden Abkommen kam, liegt mit Sicherheit auch an der ver\u00e4nderten Strategie in Teilen der kurdischen Freiheitsbewegung. Ende Februar 2025 rief PKK-Gr\u00fcnder \u00d6calan zur Aufl\u00f6sung der Partei auf und damit zu einem Ende des bewaffneten Widerstands. Die Integration des bewaffneten Widerstands der Kurdinnen und Kurden Syriens in den syrischen Staat unter HTS im Tausch f\u00fcr rechtliche Gleichstellung und Anerkennung des kurdischen Volkes als Teil Syriens ist eine Best\u00e4tigung der politischen Linie \u00d6calans durch die Demokratischen Kr\u00e4fte Syriens.<\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung zeigt: der revolution\u00e4re Prozess, der 2011 begonnen hat und zeitverz\u00f6gert schlie\u00dflich den Sturz des Assad-Regimes eingeleitet hat, bietet auch die Grundlage f\u00fcr eine \u00dcberwindung der Unterdr\u00fcckung nationaler und religi\u00f6ser Minderheiten.<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig ist, dass in diesem Moment die Entwicklung nicht stehen bleibt. Wenn HTS und SDF eine gemeinsame Armee bilden, dann ist es besser, als wenn der B\u00fcrgerkrieg fortgef\u00fchrt wird. Aber nur eine neue Revolution garantiert, dass aus der neuen Armee nicht erneut ein neues Unterdr\u00fcckungsinstrument wird, das \u00fcber die Gesellschaft herrscht.<\/p>\n<p>________________________________________________________<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/revoleftsyria.org\/29856\/%d8%a8%d9%8a%d8%a7%d9%86-%d8%a5%d9%84%d9%89-%d8%a7%d9%84%d8%b4%d8%b9%d8%a8-%d8%a7%d9%84%d8%b3%d9%88%d8%b1%d9%8a-%d8%a7%d9%84%d8%b9%d8%b8%d9%8a%d9%85-%d9%88%d9%82%d9%81-%d9%88%d8%ad%d8%b4-%d8%a7%d9%84\/\">Stellungnahme der Str\u00f6mung der <em>Revolution\u00e4ren Linken in Syrien <\/em>zu den Massakern des vergangenen Wochenendes:<\/a><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-8267 alignright\" src=\"https:\/\/revolinks.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/25_03_10-RL-Syria-300x85.webp\" alt=\"\" width=\"247\" height=\"70\" srcset=\"https:\/\/revolinks.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/25_03_10-RL-Syria-300x85.webp 300w, https:\/\/revolinks.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/25_03_10-RL-Syria-768x218.webp 768w, https:\/\/revolinks.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/25_03_10-RL-Syria-960x274.webp 960w, https:\/\/revolinks.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/25_03_10-RL-Syria.webp 964w\" sizes=\"auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/> Aufruf an das syrische Volk:<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Stoppen wir das Monster der konfessionellen Massaker, bevor es zu sp\u00e4t ist<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Syrien erlebt schicksalstr\u00e4chtige Momente, die gef\u00e4hrlichsten seit dem Sturz des vorherigen tyrannischen Regimes. Das Monster der konfessionell motivierten Massaker erhebt erneut sein Haupt, insbesondere an der syrischen K\u00fcste. Es droht, das soziale Gef\u00fcge zu zerrei\u00dfen und das Land in ein Meer aus Blut und Verw\u00fcstung zu st\u00fcrzen. Wenn dieses blutige Monster nicht gestoppt wird, werden Tod und Zerst\u00f6rung das heimsuchen, was von Syrien noch \u00fcbrig ist.<\/p>\n<p><strong>Historische Verantwortung:<\/strong><\/p>\n<p>Das gest\u00fcrzte Regime der Assad-Familie tr\u00e4gt die Hauptverantwortung f\u00fcr den Albtraum, in dem das Land steckt. Allerdings tragen auch die neuen Autorit\u00e4ten erhebliche Verantwortung f\u00fcr das unkontrollierte Vorgehen ihrer bewaffneten konfessionalistischen Milizen, die Verfolgung religi\u00f6ser Minderheiten und die Unterdr\u00fcckung der Zivilbev\u00f6lkerung, insbesondere an der syrischen K\u00fcste. Nicht jeder, der einen anderen Glauben oder eine andere ethnische Zugeh\u00f6rigkeit hat, ist gleich ein \u201e\u00dcberbleibsel des alten Regimes\u201c. Tats\u00e4chlich wurden nur sehr wenige f\u00fchrende Politiker des ehemaligen [Assad-]Regimes verhaftet. Die Ermordung unschuldiger Zivilisten wird nun hingegen damit gerechtfertigt, dass man sie als Reste des Assad-Regimes bezeichne \u2013 ein unverzeihliches Verbrechen.<\/p>\n<p><strong>Eskalation der Gewalt:<\/strong><\/p>\n<p>Das Land ist Zeuge einer gef\u00e4hrlichen Eskalation von Menschenrechtsverletzungen. Darunter die Bombardierung von Zivilisten, die Verhaftung Unschuldiger und sogar die Verhinderung der Beerdigung von Ermordeten. Unter fadenscheinigen Vorw\u00e4nden dringen Panzer und schwere Artillerie in Wohngebiete ein, w\u00e4hrend konfessionalistische Medien zu diesen Verbrechen aufrufen und sie manchmal auch rechtfertigen.<\/p>\n<p><strong>Konfessioneller Konflikt: Ein unverzeihliches Verbrechen<\/strong><\/p>\n<p>Konfessionelle Konflikte sind nicht nur ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sondern auch ein sicherer Weg zur Spaltung des Landes und seiner Bev\u00f6lkerung. Dieser blutige, rassistische Wahnsinn muss gestoppt werden, bevor es zu sp\u00e4t ist. Das T\u00f6ten von Zivilisten ist, ungeachtet ihrer Zugeh\u00f6rigkeit, ein unverzeihliches Verbrechen und angesichts dessen zu schweigen, ist Mitt\u00e4terschaft.<\/p>\n<p><strong>Unsere dringendsten Forderungen:<\/strong><\/p>\n<p>Wir rufen alle Syrerinnen und Syrer auf, ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden und unverz\u00fcglich politische Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um diesem konfessionellen Wahnsinn ein Ende zu setzen und das Land vor dem Abgleiten in einen verheerenden B\u00fcrgerkrieg zu bewahren.<\/p>\n<p><strong><em>Wir fordern, dass die neuen Autorit\u00e4ten ihrer Verantwortung in vollem Umfang nachkommen, indem sie:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>-Die unkontrollierten Aktionen konfessioneller bewaffneter Gruppen stoppen.<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Den Schutz von Zivilisten und Minderheiten vor Verfolgung und Unterdr\u00fcckung garantieren.<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Abr\u00fccken von einer Politik der Anschuldigungen, die Exekutionen von Personen wegen \u201eHochverrat\u201c oder als \u201c\u00dcberbleibsel des Regimes\u201d zu rechtfertigen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Medien haben die Verantwortung daf\u00fcr, der konfessionellen Aufwiegelung ein Ende zu setzen und Hassreden, die Gewalt sch\u00fcren, zu unterbinden.<\/p>\n<p>Wir bekr\u00e4ftigen, dass die einzige M\u00f6glichkeit, Syrien zu retten, die Er\u00f6ffnung eines umfassenden nationalen Dialogs ist, der die W\u00fcrde und die Rechte aller Syrer anerkennt und frei von konfessioneller Polarisierung und Gewalt ist.<\/p>\n<p><strong>Unsere abschlie\u00dfende Botschaft:<\/strong><\/p>\n<p>Bevor es zu sp\u00e4t ist, m\u00fcssen alle politisch bewussten Menschen in Syrien sofort handeln, um diese drohende Katastrophe zu verhindern. Wir werden nicht zulassen, dass sich die Trag\u00f6dien der Vergangenheit wiederholen, und wir werden nicht erneut in ein Meer aus Blut eintauchen. Die Einheit des syrischen Volkes und seine W\u00fcrde sind rote Linien, die nicht \u00fcberschritten werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Das T\u00f6ten eines jeden Zivilisten ist ein unverzeihliches Verbrechen.<\/p>\n<p>Konfessionelle Gewalt ist ein unverzeihliches Verbrechen.<\/p>\n<p><strong>Die Str\u00f6mung der <em>Revolution\u00e4ren Linken <\/em>in Syrien<\/strong><br \/>\n<strong>7. M\u00e4rz 2025<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Syrien erreichen uns beunruhigende Nachrichten. Drei Monate nach dem Sturz der Assad-Diktatur sind im Nordwesten des Landes bei bewaffneten Auseinandersetzungen fast 1000 Zivilistinnen und Zivilisten ermordet worden. Es verdichten sich die Berichte \u00fcber Gr\u00e4ueltaten gegen Alawiten. Was steckt dahinter? 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