{"id":9134,"date":"2026-05-21T15:06:46","date_gmt":"2026-05-21T13:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/revolinks.de\/?p=9134"},"modified":"2026-05-21T15:06:46","modified_gmt":"2026-05-21T13:06:46","slug":"wer-profitiert-vom-neuen-deutschen-militarismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/revolinks.de\/index.php\/2026\/05\/21\/wer-profitiert-vom-neuen-deutschen-militarismus\/","title":{"rendered":"Wer profitiert vom neuen deutschen Militarismus?"},"content":{"rendered":"<h2>Krieg \u2013 das ganz gro\u00dfe Gesch\u00e4ft<\/h2>\n<p><strong><em>Die Bundeswehr wird massiv aufger\u00fcstet, um sie \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c zu machen. Laut Forschungsinstitut SIPRI ist Deutschland im letzten Jahr zum Land mit dem viertgr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rhaushalt weltweit aufgestiegen. Tendenz: weiter steigend. Daf\u00fcr will die Bundesregierung Schulden in Rekordh\u00f6he aufnehmen. Doch wo Schulden sind, profitieren andere. Wer sind diese Kriegsgewinnler? Antworten gibt <\/em>Karl Naujoks<\/strong><\/p>\n<p>Keine Institution wird so gehegt und gepflegt wie die Bundeswehr. Die Koalition aus CDU\/CSU und SPD setzte im B\u00fcndnis mit den Gr\u00fcnen im letzten Jahr eine \u00c4nderung der im Grundgesetz verankerten \u201eSchuldenbremse\u201c durch. Nun ist die uneingeschr\u00e4nkte Aufnahme von Krediten zul\u00e4ssig \u2013 aber ausschlie\u00dflich zum Zwecke der Aufr\u00fcstung und f\u00fcr kriegsrelevante Infrastruktur.<\/p>\n<p>Der erste Haushalt der Bundesregierung unter Kanzler Merz aus dem Jahr 2025 sah bis 2029 f\u00fcr die Hochr\u00fcstung der Bundeswehr eine Kreditaufnahme von 851 Milliarden Euro vor. Der im April 2026 von Finanzminister Klingbeil ins Kabinett eingebrachte neue Haushaltentwurf erh\u00f6ht diese Summe um weitere 50 Milliarden.<\/p>\n<h6><strong>Rekordschulden? Rekordgewinne!<\/strong><\/h6>\n<p>Damit steht der jetzigen Bundesregierung im Zeitraum von vier Jahren ungef\u00e4hr das Geld von sechs Jahren zur Verf\u00fcgung. Sie schwimmt im Geld. Doch das wird nur f\u00fcr einen Zweck ausgegeben: Um die Bundeswehr zur st\u00e4rksten Streitmacht in Europa zu machen.<\/p>\n<p>Dieses Ziel wird in den Medien nirgends in Frage gestellt. Es ist quasi gesetzt. Ebenso gesetzt ist der Umkehrschluss: Nun w\u00fcrde ein Riesenhaushaltsloch klaffen, das dringend durch \u201eReformen\u201c gestopft werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p><strong>Mit anderen Worten: Wir, die lohnabh\u00e4ngige Bev\u00f6lkerung im Land, sollen durch Lohnverzicht und Sozialabbau f\u00fcr die Aufr\u00fcstung zahlen. <\/strong><\/p>\n<p>Tatsache ist: das Geld verschwindet nicht einfach. Einige Wenige machen das ganz gro\u00dfe Gesch\u00e4ft. Da sind zum einen die Banken und \u201eAnleger\u201c. Bis 2030 werden sich nach jetzigem Stand die j\u00e4hrlichen Zinszahlungen des Staates auf 78,7 Milliarden Euro erh\u00f6hen \u2013 vor wenigen Jahren lagen sie im einstelligen Bereich.<\/p>\n<p>Zum anderen sind da die R\u00fcstungsunternehmen. Sie profitieren von staatlichen Aufgaben, staatlichen Auftr\u00e4gen, staatlichen Geldern. Es handelt sich um wenige Firmen, die h\u00e4ufig eine Monopolstellung haben. Deshalb k\u00f6nnen sie auch Monopolgewinne machen. Diese \u201e\u00dcbergewinne\u201c, wie Finanzminister Klingbeil sie bezeichnet, sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel in der R\u00fcstungsbranche.<\/p>\n<h6><strong>Beispiel: <em>Rheinmetall<\/em><\/strong><\/h6>\n<p>Diese Monopolbildung ist gew\u00fcnscht. Denn sie erm\u00f6glicht die Herausbildung deutscher R\u00fcstungskonzerne, die auf Weltniveau mitspielen k\u00f6nnen. Ziel ist die Herausl\u00f6sung des deutschen Imperialismus aus der strategischen Abh\u00e4ngigkeit von den USA, um einen Krieg gegen Russland als europ\u00e4ische F\u00fchrungsmacht f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So flossen von den 100 Milliarden Euro des ersten Bundeswehr-Sonderverm\u00f6gens allein 42 Milliarden an den R\u00fcstungskonzern <em>Rheinmetall<\/em>. Seitdem wuchs das einst kriselnde Unternehmen zum gr\u00f6\u00dften deutschen R\u00fcstungskonzern heran. Und generiert dabei satte Profite. Im vergangenen Jahr konnte <em>Rheinmetall<\/em> die operative Gewinnmarge auf einen Rekordwert von 18,5 Prozent steigern. Zugleich stieg der Umsatz um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong>Da kann sich jeder ausrechnen, was an Gewinn herausspringt: 1,84 Milliarden Euro. Nach Steuern waren das 835 Millionen \u2013 Geld, das im Bundeshaushalt als Teil der \u201eHaushaltsl\u00fccke\u201c erscheint, und das nun durch Sozialk\u00fcrzungen und Lohnverzicht im \u00f6ffentlichen Dienst wieder hereingeholt werden soll.<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Die Aktienbesitzer von <em>Rheinmetall<\/em> reagierten dem Vernehmen nach entt\u00e4uscht \u00fcber das 29 Prozent-Plus im Jahr 2025. Im Jahr zuvor betrug das Umsatzwachstum n\u00e4mlich noch 36 Prozent. Doch der Vorstandsvorsitzende Armin Pappberger beruhigte die Aktion\u00e4re: Das Unternehmen habe mittelfristig noch ambitioniertere Wachstumsziele. Bis 2030 soll der Konzernumsatz auf rund 50 Milliarden Euro steigen, eine Verf\u00fcnffachung gegen\u00fcber dem aktuellen Niveau.<\/p>\n<p>Das wird dann auch das Einkommen von <em>Rheinmetall<\/em>-Chef Pappberger erh\u00f6hen. 2025 lag sein Jahresgehalt bei 10,2 Millionen Euro, oder rund 850.000 Euro pro Monat. Was er neben seinem Einkommen zus\u00e4tzlich aus Kapitalertr\u00e4gen zusammenrafft, ist unbekannt.<\/p>\n<h6><strong>Krieg ist gut f\u00fcr das Gesch\u00e4ft<\/strong><\/h6>\n<p>F\u00fcr einen ungeplanten Wachstumsschub hatte Papperger zufolge der Irankrieg gesorgt, den Trump und Netanjahu Ende Februar 2026 vom Zaum brachen. Dieser war keine zwei Wochen alt, da h\u00e4tten Flugabwehrsysteme von <em>Rheinmetall<\/em> bereits rund 100 iranische Drohnen vom Typ <em>Shahed<\/em> abgeschossen.<\/p>\n<p>Danach klingelten die Telefone bei <em>Rheinmetall<\/em> unentwegt: \u201eWir bekommen von Kunden aus dem Mittleren Osten Nachfragen nach neuen Systemen und nach Munition f\u00fcr die Luftverteidigung\u201c, erkl\u00e4rte Pappberger r\u00fcckblickend im April.<\/p>\n<p>Die R\u00fcstungsschmiede KNDS baut unterdessen wieder Panzer in Serie. Noch bevor der Auftrag der Bundeswehr \u00fcber rund 3000 Radpanzer vom Typ <em>Boxer<\/em> vorlag, stellte KNDS schon die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Erweiterung des Produktionsstandortes in M\u00fcnchen-Allach vor.<\/p>\n<p>Nun will das Unternehmen an die B\u00f6rse gehen. Da kam eine andere Meldung gerade Recht: Mitte April habe ein ukrainischer <em>Leopard 2<\/em> auf 5,5 Kilometer Entfernung einen russischen T72 getroffen. Noch nie habe ein Panzer aus einer solchen Distanz einen anderen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der <em>Leopard 2<\/em> wird von KNDS in Kooperation mit <em>Rheinmetall<\/em> gebaut. Vor dem geplanten KNDS-B\u00f6rsengang notiert die Plattform \u201eTrading-Treff\u201c zufrieden: \u201eDie Ausgangslage ist solide. Ende April meldete KNDS einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro \u2014 ein Rekordwert. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz.\u201c<\/p>\n<p><strong>Mit dem Verkauf von Unternehmensanteilen sollen Milliarden mobilisiert werden, um die Entwicklung neuer Kampfsysteme zu beschleunigen \u2014 bemannte wie unbemannte.<\/strong><\/p>\n<p>Doch der Krieg f\u00fcllt nicht nur die Auftragsb\u00fccher. Jene Firmen, die durch Gesch\u00e4fte mit Kriegsparteien ihr Material an der Front ausprobieren lassen und R\u00fcckmeldungen erhalten, verf\u00fcgen \u00fcber einen Konkurrenzvorteil.<\/p>\n<p>So erkl\u00e4rte KNDS-Chef Florian Hohenwarter dem <em>Handelsblatt<\/em>:<\/p>\n<p><strong>\u201e<\/strong>Zu Beginn des [Ukraine-]Krieges hat KNDS das <em>Gepard<\/em>-System geliefert. Die Bundeswehr hat im Rahmen des Ringtausches den <em>Leopard 2<\/em> und auch die Panzerhaubitze PzH 2000 aus ihren Best\u00e4nden geliefert. Mittlerweile hat KNDS direkt mit der Ukraine Vertr\u00e4ge geschlossen. Das betrifft unter anderem das Artilleriesystem RCH 155 und den Radsch\u00fctzenpanzer RCT 30. Das Feedback \u00fcber unsere Fahrzeuge im Einsatz liefert uns wichtige Erkenntnisse.\u201c<\/p>\n<p>Je erfolgreicher ihre Haubitzen und Gesch\u00fctze russische Soldaten im Ukrainekrieg t\u00f6ten, um so bessere Verkaufsargumente hat KNDS auch auf den anderen R\u00fcstungsm\u00e4rkten der Welt.<\/p>\n<h6><strong>R\u00fcstungskonversion pervers<\/strong><\/h6>\n<p>Nach dem Ende des Kalten Krieges hatten Kr\u00e4fte wie die Linkspartei stets f\u00fcr R\u00fcstungskonversion argumentiert: Also die Transformation von R\u00fcstungsbetrieben in zivile Produktion. Das Problem war stets die real existierende Marktwirtschaft. Wie kann ein R\u00fcstungsunternehmen erfolgreich vom Panzer- zum Traktorenhersteller werden, wenn der Markt f\u00fcr landwirtschaftliche Fahrzeuge l\u00e4ngst von etablierten Firmen dominiert wird?<\/p>\n<p>F\u00fcr entsprechende Konversionsprogramme h\u00e4tte der Staat mit Abnahmegarantien einspringen oder ganze Branchen teilverstaatlichen m\u00fcssen. Dazu war keine der Regierungsparteien bereit, ganz gleich ob sie CDU\/CSU, SPD, FDP oder Gr\u00fcne hie\u00dfen.<\/p>\n<p>Doch umgekehrt ist heute alles m\u00f6glich. Die massive Verschuldung des Staates schafft auf Jahre einen wachsenden Kuchen, von dem alle Kapitalisten profitieren wollen.<\/p>\n<p><strong>Folge ist eine pervertierte Konversion: Immer mehr zivile Unternehmen suchen ihr Heil im Einstieg in die R\u00fcstungsm\u00e4rkte. Daneben erwerben bestehende R\u00fcstungsunternehmen Betriebsteile aus zivilen Branchen oder saugen deren Arbeitskr\u00e4fte ab.<\/strong><\/p>\n<p>Bekanntestes Beispiel ist die drohende Umwandlung des VW-Werks in Osnabr\u00fcck in ein R\u00fcstungsunternehmen. Unter anderem pr\u00fcft ein israelischer Kampfdrohnenhersteller die \u00dcbernahme. Ein anderes Beispiel ist die Umwandlung eines Werks des Zugherstellers <em>Alstom<\/em> in G\u00f6rlitz. Dort l\u00e4sst KNDS nun Panzerwannen produzieren. Ganze Belegschaften werden h\u00e4ufig mit \u00fcbernommen. Das spart Investitionskosten \u2013 und erh\u00f6ht so die Profite.<\/p>\n<p>KNDS-Chef Hohenwarter erl\u00e4utert es so: \u201eIch nehme einen bestehenden industriellen Mechanismus mit gro\u00dfen Hallen, komplexer Industrie und gut ausgebildeten Leuten und transformiere ihn. Ende des Jahres [2026] werden wir doppelt so viele Produktionshallen in unserem Produktionsverbund haben wie vor der Zeitenwende. Etwa die H\u00e4lfte der Erweiterung kommt [\u2026] von Non-Defense-Playern.\u201c<\/p>\n<h6><strong>Totale Militarisierung f\u00f6rdert Monopolisierung<\/strong><\/h6>\n<p>R\u00fcstungsfirmen profitieren dabei von Sondergesetzen. So gilt f\u00fcr sie nicht die von der SPD in der Koalition durchgesetzte Tarifbindung bei \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen. Das hei\u00dft: Milit\u00e4rtransporter k\u00f6nnen auch von Billigl\u00f6hnern montiert werden \u2013 zivile Fahrzeuge nicht.<\/p>\n<p>Das kann f\u00fcr die Hersteller milit\u00e4rischer Fahrzeuge, Zulieferer oder Munitionsfabriken interessant sein. Doch die Aufr\u00fcstung beschr\u00e4nkt sich keineswegs auf solche \u201etraditionellen\u201c Branchen mit Flie\u00dfbandproduktion. Um im modernen Krieg gegnerische, auch zivile Infrastruktur weit hinter der Linie anzugreifen, entwickelt die Bundeswehr unter Hochdruck und in Zusammenarbeit mit der Ukraine neue, automatisierte Mordapparate.<\/p>\n<p>Gezielt werden daf\u00fcr deutsche Unternehmen aufgebaut. Eben noch ein \u201eStart-Up\u201c, wird ein Drohnenbauer wie <em>Helsing<\/em> heute bereits mit zw\u00f6lf Milliarden Euro bewertet. Der Erstflug seines autonomen Kampfflugzeugs CA-1 ist f\u00fcr 2027 geplant. Operativ einsatzf\u00e4hig soll es 2029 sein.<\/p>\n<p>Doch Drohnen sind nichts wert, wenn die Zielerfassung von unzuverl\u00e4ssigen Verb\u00fcndeten wie den USA jederzeit abgestellt werden kann. Deshalb will die Bundesregierung Deutschland auch noch zur Milit\u00e4rmacht im Weltraum machen. Daf\u00fcr hat sie die Entwicklung der Satellitenkonstellation \u201eSatcomBW4\u201c ausgeschrieben. Auftragswert: zwischen 8 und 10 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong>Mindestens 100 deutsche Milit\u00e4rsatelliten sollen Panzer, Schiffe oder Soldaten miteinander vernetzen. Das Projekt \u00e4hnelt in technischen Details dem Satellitennetzwerk <em>Starlink<\/em>, das von Elon Musks Weltraumfirma <em>SpaceX <\/em>betrieben wird.<\/strong><\/p>\n<p>Damit das gigantische Projekt bis 2029 realisiert werden kann, verb\u00fcnden sich Unternehmen, die eigentlich Konkurrenten sind: der Satellitenhersteller OHB sowie die R\u00fcstungskonzerne <em>Rheinmetall<\/em> und <em>Airbus Defence<\/em>. Dieses Kartell hat eine Monopolstellung und wird dies nutzen, um die Kosten f\u00fcr das Vorhaben massiv in die H\u00f6he zu treiben.<\/p>\n<p>Die Chefs kleinerer Firmen sind sauer \u2013 und machtlos. Auf der Fachkonferenz <em>Munich Space Summit<\/em> beklagte ein Branchenexperte, es entstehe mit diesem Kartell ein \u201eneues Monster\u201c. Es wird umsatzschw\u00e4chere Wettbewerber aus dem Verteidigungssektor an den Rand dr\u00fccken. Ein betroffener Unternehmer sprach von einer \u201eSauerei\u201c.<\/p>\n<h6><strong>R\u00fcstungsspirale<\/strong><\/h6>\n<p>Die monstr\u00f6se Aufr\u00fcstung wird von praktisch keinem Meinungsmacher in den Medien infrage gestellt. Alle Parteien von AfD \u00fcber die Koalition bis hin zu den Gr\u00fcnen stehen vorbehaltlos dahinter. Ebenso hinter dem Ziel, die Bundeswehr zur st\u00e4rksten konventionellen Streitmacht in Europa zu machen.<\/p>\n<p>Die zugrundeliegende Botschaft lautet, das sei in unser aller Interesse. Das ist eine doppelte L\u00fcge. Erstens werden wir zur Kasse gebeten, w\u00e4hrend sich die Aktion\u00e4re der R\u00fcstungsfirmen und ihr Management eine goldene Nase verdienen.<\/p>\n<p>Zweitens heizt die Bundesregierung durch die hemmungslose Aufr\u00fcstung der Bundeswehr die internationale R\u00fcstungsspirale weiter an. Was in Deutschland als defensiv gerechtfertigt wird, kann der russische Pr\u00e4sident Putin seiner Bev\u00f6lkerung als Bedrohung pr\u00e4sentieren. Zumal die Bundeswehr offen die Entwicklung von \u201eDeep Strike\u201c-F\u00e4higkeiten forciert, also die Entwicklung von eigenen Waffen zum Angriff gegen Infrastruktur und zivile Ziele weit im Hinterland des erkl\u00e4rten Feindes.<\/p>\n<p><strong>Der Kampf gegen Lohnraub und Sozialabbau und der Widerstand gegen Aufr\u00fcstung geh\u00f6ren zusammen. Deshalb d\u00fcrfen die Gewerkschaften nicht schweigen, wenn die Bundesregierung Milliarden in die Aufr\u00fcstung steckt. <\/strong><\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde auch ein kraftvolles Signal an die Putin-Gegner in Russland senden und sie zum Widerstand gegen ihren Herrscher ermutigen. Internationale Klassensolidarit\u00e4t ist das einzige Gegengift gegen Nationalismus und R\u00fcstungswettlauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krieg \u2013 das ganz gro\u00dfe Gesch\u00e4ft Die Bundeswehr wird massiv aufger\u00fcstet, um sie \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c zu machen. Laut Forschungsinstitut SIPRI ist Deutschland im letzten Jahr zum Land mit dem viertgr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rhaushalt weltweit aufgestiegen. Tendenz: weiter steigend. Daf\u00fcr will die Bundesregierung Schulden in Rekordh\u00f6he aufnehmen. Doch wo Schulden sind, profitieren andere. Wer sind diese Kriegsgewinnler? 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